M2M (Machine to Machine) und das Internet der Dinge

Über Konnektivität hinaus neue Umsatzmöglichkeiten schaffen

Gerätehersteller finden zunehmend interessante Chancen zur Wertschöpfung mit M2M- (Machine to Machine) und IoT-Maßnahmen (Internet of Things, das Internet der Dinge). Die gängigen Definitionen für „Machine to Machine“ (M2M) und das Internet der Dinge (IoT) basieren auf dem Konzept „verbundener Geräte“ und lassen sich wie folgt beschreiben:

Der Begriff Machine to Machine (M2M) bezieht sich auf Technologien, die den Datenaustausch zwischen drahtlosen bzw. kabelgebundenen Systemen und anderen Geräten mit denselben Funktionen ermöglichen.¹ Bei M2M wird mithilfe eines Geräts (etwa eines Sensors oder Messgeräts) ein Ereignis (etwa Temperatur, Bestandsniveau usw.) erfasst, das über ein Netzwerk (drahtlos, kabelgebunden oder hybrid) an eine Anwendung (Softwareprogramm) übertragen wird, die das erfasste Ereignis wiederum in aussagekräftige Informationen übersetzt. (Quelle (englisch): http://en.wikipedia.org/wiki/Machine-to-Machine)

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) bezieht sich auf ein Szenario, bei dem Gegenstände mit eindeutigen Kennungen versehen werden und automatisch Daten über ein Netzwerk übertragen können, ohne dass eine Interaktion zwischen Menschen oder zwischen Mensch und Computer erforderlich ist. Das IoT ist aus der Konvergenz von Wireless-Technologien, mikroelektromechanischen Systemen (MEMS) und dem Internet entstanden. (Quelle (englisch): http://whatis.techtarget.com/definition/Internet-of-Things)

Der Hauptvorteil der Vernetzung von Geräten besteht gängigerweise aus der Möglichkeit einer besseren Fernüberwachung, sodass man z. B. über den sich abzeichnenden Ausfall einer Pumpe und den notwendigen Austausch des betreffenden Bauteils informiert wird oder darüber, wann ein Verkaufsautomat aufgefüllt werden muss oder wann die auf einem System ausgeführte Software veraltet ist. Dies trägt auch dazu bei, Supportkosten im Zusammenhang mit der Gerätewartung zu senken. Mit vernetzten Geräten entfällt die Notwendigkeit manueller Inspektionen. Auch können Probleme schneller diagnostiziert und behoben werden. Ferner steigt die Kundenzufriedenheit, da der Kunde das Gerät kontinuierlich nutzen kann.

Über M2M und das Internet der Dinge hinausgehen

Die breite Vielfalt der Anwendungsfälle von M2M und IoT erstreckt sich inzwischen auch auf neue Möglichkeiten zur erfolgreichen Verwertung der Angebote von Geräteherstellern. Wenn über die Vernetzung Nutzungsdaten vom Gerät übermittelt werden, eröffnen sich verschiedenste Möglichkeiten. Genauer gesagt, es können neue Geschäftsmodelle umgesetzt werden. Dies können Geschäftsmodelle sein, die insgesamt lukrativer sind und/oder sich für spezielle Teilmärkte eignen. Beispielsweise kann die Nutzung eines Geräts anhand der Anzahl der einzelnen Nutzungsvorgänge in Rechnung gestellt werden. Oder die Stärke der Inanspruchnahme zu bestimmten Tageszeiten oder die Anzahl der Benutzer, die das Gerät innerhalb eines Unternehmens gleichzeitig nutzen wird berechnet. Außerdem könnte auch der geografische Standort, die Nutzung bestimmter Funktionen oder viele andere Parameter als Abrechnungsgrundlage dienen.

Diese Daten können zudem zusammengefasst und analysiert werden, um die Business Intelligence zu verbessern. Die Überwachung von Nutzungsmustern kann helfen, die neuen Vertriebstätigkeiten auf die Produkte oder Funktionen, die den größten Wert einbringen, und die empfänglichsten Märkte zu konzentrieren. So können gezielte Marketingkampagnen durchgeführt werden, um Benutzern höhere Funktionsstufen zu verkaufen oder bestehende Stufen zum günstigsten Zeitpunkt zu verlängern. Die Entwicklung könnte sich auf die wertvollsten Funktionen und die am häufigsten bereitgestellten Plattformen fokussieren. Die Überwachung könnte vollständig anonym erfolgen, und die Ergebnisse könnten in den Datenbanken, Marketingmaßnahmen oder Supportleistungen anderer Mitarbeiter verwendet werden.

M2M hat sich zu einem Modell entwickelt, das absatzstarke Angebote und Umsatzsteigerungen ermöglicht. In den Reifegradmodellen, die auf jüngst abgehaltenen M2M-Konferenzen von Gartner, Sprint und anderen vorgestellt wurden, kommen diese Entwicklungen zum Ausdruck. In den Modellen werden durchweg die wesentlichen Schritte von Konnektivität, optimiertem Support und zusätzlicher Monetarisierung abgebildet.

Schaffung neuer Umsatzmöglichkeiten

Dank des M2M-Trends können Hersteller intelligenter Geräte Lizenzmanagement und Berechtigungsverwaltung zum Schutz und zur erfolgreichen Verwertung ihres geistigen Eigentums einsetzen und sind in der Lage, Fehler per Ferndiagnose zu erkennen. Auch Fehlerbehebung und Updates sind per Fernzugriff möglich. So können die Hersteller statt Notfallreparaturen eine vorbeugende Wartung anbieten, nutzungsbasierte Preismodelle einführen und Echtzeitfeedback zur Produktleistung abrufen

Die FlexNet Producer Suite for Intelligent Device Manufacturers von Flexera Software ist Bestandteil einer strategischen Lösung für das Application Usage Management. Die FlexNet Producer Suite nutzt die Lizenzierung eingebetteter Software, um neue Umsatzmöglichkeiten zu generieren und geistiges Eigentum zu schützen und Prozesse für die Auftragsfertigung zu implementieren, die den Bestand drastisch reduzieren und gleichzeitig eine bessere Reaktion auf veränderte Marktbedingungen ermöglichen. Zudem werden Lösungen für die Back-Office-Verwaltung von Berechtigungen eingesetzt, um die Bereitstellung zu optimieren, Wartungsumsätze zu schützen, schnell neue Umsatzmodelle einzurichten und direkte Beziehungen zu den Kunden über mehrere Vertriebsebenen aufzubauen.