Anwendungen virtualisieren

Einfacherer Umstieg auf die Anwendungsvirtualisierung mithilfe von Softwarepaketierung

Virtualisierung von Anwendungen mit minimalen Ausgaben und erheblichen Zeiteinsparungen

Im Zeichen des Branchenwandels von konventionellen PCs zu anwenderzentrierten Computing-Modellen werden Anwendungsvirtualisierung und Cloud-Technologien immer beliebter. Dieser Trend wird weiter akzentuiert durch die Verbreitung neuer und einzigartiger Consumer-Geräte und die nutzerseitige Forderung nach Mobilität. Ursprünglich war die Anwendungsvirtualisierung eine Möglichkeit, mit Anwendungskonflikten umzugehen, dann wuchs ihre Popularität, da die Unternehmens-IT sie als alternatives Bereitstellungsmodell für Software betrachtete. IT-Verantwortliche befürworten sie, weil die Anwendungsbereitstellung nun eine strategische Rolle hat und eine kostengünstige, hochgradig effiziente Bereitstellungsmethode für de facto benötigte Software bietet, ohne dass jede Anwendung auf jedem Client-Gerät installiert und gewartet werden muss. Das ist ein Pluspunkt für die Sicherheit und für die Kontrolle. Und IT-Entwickler befürworten die Anwendungsvirtualisierung, da sie beim Programmieren nicht mehr auf eventuelle Konflikte mit bereits installierten Anwendungen achten müssen.

Virtualisierte Anwendungen und separierte Ressourcen (Betriebssystem, Anwendungen, Benutzerdaten und -einstellungen) bieten gegenüber dem Desktopmodell den Vorteil, dass alle Schichten unabhängig voneinander verwaltet und gegebenenfalls an den erforderlichen Stellen unter zahlreichen Technologien eingesetzt werden können. Unternehmen steigen auf Windows 7, virtuelle Desktops und sitzungsbasierte Lösungen um, häufig mangelt es ihnen allerdings an Ressourcen, um ihre Anwendungsportfolios in Lösungen umzuwandeln, die die Anforderungen einer sich ständig verändernden IT-Landschaft erfüllen. Hier kommt die Anwendungsvirtualisierung als Baustein des neuen Desktopmodells ins Spiel.

Die IT-Organisationen von heute wandeln das Desktop-Computing-Modell um und kombinieren die Bereitstellung neuer Betriebssysteme mit Virtualisierungstechnologien, um die Desktopinfrastruktur zu optimieren. Die Anwendungsvirtualisierung ermöglicht eine schnellere Bereitstellung, besseren Support und mehr Flexibilität, und sie reduziert den Aufwand beim Implementieren neuer Technologien. Anwendungen sind die wichtigste Ressource für die Benutzerproduktivität. Für Unternehmen stellt sich das Problem, Hunderte oder gar Tausende Anwendungen verschiedenster Formate in einem einheitlichen Anwendungsformat standardisieren zu müssen. Die Anwendungsvirtualisierung bietet zwar eine Lösung, der Ressourcen- und Zeitaufwand für die Konvertierung der Anwendungen in die neuen Formate ist für viele Unternehmen jedoch nicht zu bewältigen.

Anwendungsvirtualisierung: am Anfang steht der Plan ...

Eine Anwendungsvirtualisierung beginnt mit einer Beurteilung der derzeitigen und künftigen Anforderungen. Die zugrunde liegenden Technologien sind so verschieden, dass jede Implementierung ganz anders sein kann. Und verständlicherweise zögern die Unternehmen, noch ein weiteres neues Projekt in Angriff zu nehmen, das – bei ungewissem Ausgang – noch mehr Zeit- und Arbeitsaufwand erfordert. Dank der technologischen Fortschritte in der automatisierten Paketierung können virtualisierte Anwendungen jedoch mit minimalen Ausgaben und erheblicher Zeiteinsparung vorbereitet werden. Dies kann ein Vorhaben zur Anwendungsvirtualisierung derart beschleunigen, dass es in der Liste der strategischen Geschäftsinitiativen plötzlich ganz oben steht.

Wenn Sie eine Strategie zur Anwendungsvirtualisierung beurteilen und einen entsprechenden Plan entwickeln, beachten Sie folgende wichtige Punkte:

  • Beginnen Sie nicht ganz von Anfang.
    Da Anwendungsvirtualisierungsprojekte oft direkt auf andere, größere Initiativen folgen, ist es wichtig, die Zeit und den Aufwand für die Durchführung einer Transformation von Software zu Anwendungsvirtualisierungspaketen zu reduzieren. In den meisten Unternehmen sind zahlreiche Legacy-Anwendungen im Einsatz, die bereits in das MSI-Format konvertiert wurden und nun für die Anwendungsvirtualisierung umgewandelt werden müssen. Für die erneute Umwandlung möchten Sie aber sicher nicht noch weitere Zeit aufwenden.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre virtualisierten Anwendungen zuverlässig ausgeführt werden.
    Gewiss möchten Sie nicht riskieren, dass beim Übergang zur Anwendungsvirtualisierung der Betrieb bereits funktionierender Systeme gestört wird. Auch wenn Sie den Zeitaufwand für die Vorbereitung, Bearbeitung und das Testen virtueller Anwendungen so gering wie möglich halten müssen, gilt es auch, den Erfolg Ihrer Bereitstellungen zu maximieren.
  • Sie sollten wissen, welche Anwendungen sich für die Virtualisierung eignen
    Da die Vorteile der Anwendungsvirtualisierung exponentiell ansteigen, wenn mehr Anwendungen virtualisiert werden, sparen Sie eine Menge Zeit, wenn Sie wissen, welche Anwendungen sich für die Virtualisierung am besten eignen. Da nicht alle Anwendungen virtualisiert werden können und andere gegebenenfalls zusätzlichen Aufwand erfordern, gibt dieser Schritt Unternehmen eine Roadmap für die Anwendungen an die Hand, die virtualisiert werden können oder sollten. Ein Assessment vor der Konvertierung kann Ihnen dabei helfen, schnell die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Erkenntnisse können auch nützlich bei der Planung der Migration von Windows 7 mit 32 Bit (x86) oder 64 Bit (x64) sein, da die kombinierte Durchführung von Windows 7-Migrationen mit Projekten zur Anwendungsvirtualisierung zu einer optimierten Desktopinfrastruktur beitragen kann.
  • Die Lernkurve optimieren
    Native Sequenzierungstools oder Drittanbietertools für die Erstellung virtueller Anwendungen sind unter Umständen wenig intuitiv oder in ihrer Funktionalität begrenzt. Da jede Technologie zur Anwendungsvirtualisierung ganz eigene Tools bereithält, die umfangreiche Kenntnisse über die betreffende Anwendung erfordern, müssen die IT-Mitarbeiter den Umgang mit zusätzlichen Tools erlernen und häufig auch Prozesse der Paketierung für konventionelle und virtuelle Systeme parallel ausführen. Mithilfe vertrauter und automatisierter Tools für Anwendungspaketierung oder Application Readiness lassen sich Migrationsprojekte beschleunigen.

Best Practices: anbieterneutrale Lösungen

Wenn Sie noch unentschlossen sind, was Ihre virtuelle Plattform betrifft, oder gerade eine Fusion, Übernahme oder Konsolidierung hinter sich haben, können Sie einige der oben genannten Herausforderungen vermeiden, wenn Sie eine Lösung zur Repaketierung von Anwendungen nutzen, die verschiedene Virtualisierungsanbieter unterstützt. So können Sie die Virtualisierungstechnologie frei wählen, die Ihre heutigen Anforderungen erfüllt, ohne künftig auf das Produkt dieses Anbieters festgelegt zu sein.

Eine anbieterunabhängige Lösung für Application Readiness oder Anwendungspaketierung eröffnet auf mehreren Ebenen Flexibilität. Wenn Ihr Unternehmen gerade eine Fusion oder Übernahme hinter sich hat, stehen Ihnen möglicherweise mehrere Plattformen zur Anwendungsvirtualisierung zur Auswahl – oder Sie führen diese zusammen. Bei einer anbieterneutralen Lösung für Application Readiness müssen Sie sich nicht entscheiden, ob Sie die eine oder andere Virtualisierungstechnologie unterstützen möchten.

Weitere Ressourcen: