Lizenzoptimierung und ITAM

Nutzung von Berechtigungen zur Optimierung von Softwareausgaben

Senkung des Lizenzverbrauchs dank Produktnutzungsrechten

Mit dem endgültigen Einzug des Computers in alle Unternehmensbereiche wurden die IT-Abteilungen vor die große Aufgabe gestellt, diese zunehmend wichtigen strategischen und finanziellen Unternehmensressourcen optimal zu verwalten. Daraus entstand das IT Asset Management, eine elementare Disziplin, die eine verbesserte Kostenkontrolle und ein besseres Verständnis des Geschäftswerts der IT ermöglichte. Viele Unternehmen investierten in führende ITAM-Plattformen wie IBM/Tivoli, CA, HP usw., damit die IT-Mitarbeiter die physischen IT-Ressourcen besser inventarisieren und verwalten konnten.

Anwendungen sind heute strategische Werkzeuge, sie unterstützen nicht mehr nur die Geschäftsprozesse, sie steuern sie. Auch sind die Investitionen in Anwendungen gestiegen. Viele Unternehmen müssen feststellen, dass Anwendungen zwar zu strategischen Werkzeugen geworden sind, sie aber nicht über eine strategische Lösung zur Verwaltung der Anwendungsnutzung verfügen. Und dies birgt das Risiko von Verstößen gegen Lizenzverträge sowie von suboptimalen Softwareausgaben.

Software Asset Management gewinnt strategische Bedeutung

Das IT Asset Management ist zwar wichtig, zielt jedoch vornehmlich auf die Hardware im Unternehmen ab, wohingegen Softwareanwendungen nur eine sekundäre Rolle einnehmen. Folglich ist es mit ITAM-Systemen nicht möglich, alle Assets, die zur Verwaltung von Softwareanwendungen erforderlich wären, zu verwalten und in Reports abzubilden.

Es besteht zunehmend die Notwendigkeit, herkömmliche ITAM-Funktionen mit dem Software Asset Management zu integrieren und so über die herkömmliche Verwaltung von Softwareressourcen hinauszugehen. Bei der herkömmlichen Verwaltung wurde die vorhandene Software einfach nur gezählt, um zu erfassen, was im Unternehmen verwendet wird. Anhand dieser Informationen wurden dann die Softwareausgaben optimiert.

Die Softwarelizenzanforderungen hängen zunehmend von den Assets ab, die von einem ITAM-System oder einer unternehmensweiten Datenbank für das Konfigurationsmanagement gemessen und verwaltet werden. Will man jedoch verstehen, welcher Benutzer mit welchem System verknüpft ist, wie viele Prozessoren oder wie viel Arbeitsspeicher auf einem Rechner vorhanden sind, ob es sich um einen physischen Computer oder ein virtuelles Image auf einem anderen physischen Computer handelt, so muss man diese Daten verfolgen, um Lizenzverträge einhalten und IT Asset Management betreiben zu können. Über ein ITAM-System wird in der Regel auch verfolgt, welche Rechner in Verwendung sind. Werden Computer stillgelegt, weil sie nicht mehr verwendet werden, defekt sind oder ausgetauscht werden müssen, werden diese Informationen beim Abgleich mit den Lizenzbestimmungen oft übersehen.

Integration von Software und IT Asset Management zur Optimierung der Softwarelizenzen

Anstatt zu versuchen, die Daten über eine separate Integration erneut zu erfassen, wird empfohlen, die Geschäftsprozesse des Software Asset Management mit vorhandenen Prozessen und Systemen in automatisierter Form zu integrieren, um die Integrität der Daten in den Systemen sicherzustellen und zu gewährleisten, dass Objekte nicht doppelt gezählt werden. Wenn Ihr Beschaffungssystem etwa bereits einen Prozess beinhaltet, um neue Hard- und Software für neue Mitarbeiter zu erwerben oder die Nutzer von Systemen, die repariert, getauscht oder bereitsgestellt werden müssen bereits im Helpdesk verwaltet werden, werden diese Konfigurationsdaten schon an anderer Stelle in der Umgebung erfasst und sollten in Ihre SAM-Prozesse und -Systeme importiert werden. So können Sie Ihren derzeitigen Softwarelizenzstatus anhand der neuesten Hardwarekonfigurationsdaten abgleichen und die Lizenzoptimierung stärker automatisieren.

Kleinere Unternehmen sollten eine SAM-Lösung der nächsten Generation implementieren, die ITAM-Funktionen umfasst, um Hardwareressourcen zu erkennen und zu inventarisieren, und die Funktionen zum Verwalten folgender Daten bietet: Asset-Status, Eigentümer und Benutzerzuordnung der Assets, Einkäufe von Assets, Hardwareverträge (z. B. Hardwareleasing- und -wartungsverträge). Ferner sollte der jeweilige Standort der Hardware im Unternehmen identifiziert werden können.

Für größere Unternehmen, die ggf. bereits in eine professionelle ITAM-Lösung investiert haben, sollte die Integration mit einer SAM-Lösung der nächsten Generation Priorität haben. Eine geeignete, zukunftsweisende SAM-Lösung ergänzt das Portfolio um Funktionen zur Softwarelizenzoptimierung, ohne dass viel an den vorhandenen Prozessen, Verfahren oder Tools geändert werden muss. Sie ermöglicht systemübergreifend eine vollständige Integration und einen vollständigen Abgleich der Daten, um den exaktesten Lizenzstatus und die präzisesten Empfehlungen zur Lizenzoptimierung anzugeben. Einzig eine Lösung zur Softwarelizenzoptimierung kann mehr leisten, als vorhandene Assets einfach nur zu zählen, damit Sie eine langfristige Lizenz-Compliance gewährleisten und den Lizenzverbrauch wie auch die Softwareausgaben so gering wie möglich halten können.